
Kronen Zeitung
BEICHLER NACH PLEITE:
„So macht es wenig Sinn, über den Titel zu reden“
Mit einem 3:2-Sieg in letzter Minute hat der LASK Vizemeister Red Bull Salzburg im Titelkampf den nächsten schweren Dämpfer versetzt und ist auf Rang zwei vorgestoßen. Salzburg ist nur noch Vierter. Hier die Stimmen zum Spiel ...
Daniel Beichler (Salzburg-Trainer): „Am Willen ist es ganz sicher nicht gelegen. Wir waren viel zu fehleranfällig – im Spiel mit dem Ball und im Spiel gegen den Ball. Es ist nicht die Einstellung. Ich habe mittlerweile ein Gefühl für die Jungs, die wollten schon, vielleicht sogar zu viel in der einen oder anderen Situation. Das eine oder andere Mal haben wir uns zu wenig zugetraut. Wir waren nicht gut genug, der LASK hat verdient gewonnen. Wir haben den LASK förmlich eingeladen, in Umschaltmomente zu kommen. Das und Standards sind ihre zwei großen Qualitäten. Wir sollten speziell nach so einem Spiel nicht über den Meistertitel reden, das macht wenig Sinn.“
Frans Krätzig (Salzburg-Spieler): „Es tut unfassbar weh. Es beschreibt alles, was wir in dieser Saison erlebt haben. Aber es hilft nichts, wir müssen weitermachen.“ Zu seinem entscheidenden Fehler: „Das darf mir nicht passieren, das nehme ich auf meine Kappe. Fußball ist ein Fehlersport, da passiert so etwas. Aber das kann und darf uns in der Form nicht passieren. Es geht nicht um Fehlersuche, aber wir müssen als Kollektiv besser aussehen.“
Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): „Wenn das heute kein Sieg geworden wäre, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Wir haben in der ersten Halbzeit das Tor gemacht, haben dann mit einer Chance von ihnen das 1:1 bekommen. Wir waren da schon ein bisschen besser. In der zweiten Hälfte war es dann klar. Wir machen das 2:1, bekommen aber noch den Ausgleich. Es wäre unverdient gewesen, aber das ist der Fußball. Zum Glück ist es dann noch zu unseren Gunsten ausgegangen.“
Sasa Kalajdzic (LASK-Torschütze): „Gott sei Dank ist es am Schluss noch auf unsere Seite gekippt, weil ich glaube, von den Chancen her war es, auch wenn Salzburg mehr Ballbesitz hatte, ein verdienter Sieg.“ Über das Meisterrennen: „Es ist Crunchtime, wie man so schön sagt. Heute war wichtig. Wir wollten uns revanchieren für das Spiel in Linz, das ist uns gelungen. Ich bin stolz auf die Mannschaft und auf jeden Einzelnen. Jetzt können wir das Wochenende genießen.“
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